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| AngelEye |
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Anmeldedatum: 04.07.2010 Beiträge: 2 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 04.07.2010, 09:58 Titel: Lebensqualität...die möchte ich wieder haben! |
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Hallo ihr Lieben,
also ich leide unter einer Anststörung. Das hat mir mein Hausarzt bestätigt. Erst vermutete er eine Schilddrüsenerkrankung (was mir lieber geweses wäre), doch da ist alles ok. Blutuntersuchung und Ultraschall blieben ohne Befund.
Nun habe ich eine Überweisung zu einem Psychologen bekommen. Leider kenne ich mich auf dem Gebiet gar nicht aus und der konnte mir auch keinen empfehlen, da man wohl froh sein muss überhaupt einen Termin zu bekommen. Wartezeit 2-8 Monate! Aber ich brauche jetzt Hilfe!
Ich schildere kurz mal meine Symptome und ein paar Beispiele, weshalb meine Lebensqualität momentan bei null liegt.
Symptome:
-Übelkeit
-Schwindel
-Durchfall
-Panikattacken
-Kurzatmigkeit
-Tunnelblick
-Beklemmungsgefühl
-Zittern der Hände
-Gefühl mich selber zu verlieren
-Traurigkeit
Ich kann nicht mehr einkaufen gehen, weil ich Angst habe, wieder Durchfall zu bekommen und keine Toilette zu finden.
Als wir bei Freunden waren um mit ihnen Fussball zu schauen, musste ich während der ersten Halbzeit gehen. Ich konnte nicht mehr! Angst Durchfall zu bekommen.
Wir waren im Auto auf der Autobahn unterwegs zu einem Konzert (da hatte ich mich über ein halbes Jahr drauf gefreut) und ich bekam so grosse Panik dass mein Mann wieder nach Hause fahren musste. Konzert verpasst.
Ich wollte mit meinen Freundinnen ins Kino und ich konnte das nicht. Ich hatte solche Angst. Dann haben wir das um eine Woche verschoben und ich sass auch schon im Auto. Aber ich konnte nicht. Wieder Angst, Durchfall zu bekommen oder diesen Tunnelblick.
Wir waren vergangene Woche im Urlaub (den wir wegen mir dann frühzeitig abbrechen mussten) und ich konnte teilweise kein Gebäude betreten aus Angst. Selbst am Strand bei Sonnenschein und meiner fröhlichen Tochter im Sand bekam ich Angst und wollte da weg. Da habe ich ich aber das erste Mal selber überwunden und es geschafft, die Angst zu besiegen. Ich habe einafch mit meiner Tochter gespielt und bin mit ihr ins Wasser, dann ging es wieder.
Die Rückfahrt im Auto war auch ganz schlimm: Panik ohne Ende. Obwohl ich im Auto immer schlafe habe ich die sechs Stunden Fahrt kein Auge zugemacht vor lauter Angst.
Ich könnte euch noch mindestens zehn solcher Situationen schildern.
Habe das Gefühl mein Leben verloren zu haben. Und das kann nicht sein!!!
Mir ist es auch peinlich zu erzählen, dass ich Angst vor Durchfall habe. Aber das habe ich ganz arg. Und ich kann kaum dagegen angehen.
Nun gehe ich morgen nochmal zum Arzt und der soll mir einen Psychologen empfehlen. Wobei ich es schon für mich hart finde, wegen so etwas zum "Seelenklemptner" gehen zu müssen!
Ich hatte auch schon Tabletten verschrieben bekommen gegen Anstzustände, aber davon werde ich nachmittags unheimlich müde.
Meine Schwägerin meinte, ich muss mit Sicherheit Antidepressiva nehmen.
So, dass war bestimmt total durcheinander und komisch zu lesen.
Vielelicht fühlt sich ja jemand auch so wie ich und kann mich damit aufbauen. Denn ich habe das Gefühl ganz alleine zu sein. Mein Mann hilft mir zwar, aber er kann mir nur begrenzt helfen.
Wem geht es auch so oder so ähnlich? |
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| Rote Zora |
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Anmeldedatum: 09.07.2010 Beiträge: 1
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Verfasst am: 09.07.2010, 14:19 Titel: Re: Lebensqualität...die möchte ich wieder haben! |
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Liebe AngelEye,
ich bin zufällig hier gelandet und bin ganz froh, deinen Bericht zu lesen. Man kommt sich dann nicht so allein vor. Ich habe diesen "Mist" auch schon einige Jahre. Ich war in Psychotherapie, insgesamt 3 Jahre. Er hat etwas geholfen, aber da ist es immer noch. Mal mehr und mal weniger. Wie du es beschreibst, war es bei mir am Anfang auch. Ich konnte nichts mehr! Außer zu Hause und im Büro hatte ich überall Angst. Einkaufen, Autofahren, schöne Dinge machen.....alles total schlimm. Ich habe im Laufe der Zeit gelernt, man muss einfach alles machen, was einem Angst bereitet. Hört sich leicht an, ist aber die Hölle. Aber es funktioniert. Man muss aber immer und immer wieder durch diese Hölle. Mein Freund ist auch sehr verständnisvoll, aber eine Person die so etwas nicht kennt, kann es nicht wirklich nachvollziehen. Das können nur wir und darum sollten wir unsere Erfahrungen weitergeben. Tabletten habe ich immer strikt abgelehnt, außer Johanniskraut, was aber nicht wirklich hilft. Meine Mutter hat schon seit ich denken kann Angststörungen und nimmt immer Tabletten, ist natürlich abhängig davon und das will ich wirklich nicht. |
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